Die Frage nach den Kosten ist für viele eine Hürde auf dem Weg zur ADHS-Diagnostik. Dabei hängt der Preis stark davon ab, welchen Weg Sie wählen – Kassenpraxis, Privatpraxis oder Online-Diagnostik. Dieser Beitrag schafft Transparenz über Preise, Erstattung und Wartezeiten.

Kostenloser Selbsttest vs. ärztliche Diagnostik

Ein Online-Selbsttest ist kostenlos und liefert erste Hinweise. Er ersetzt aber keine Diagnose. Die vollständige, leitliniengerechte Diagnostik ist eine ärztliche oder psychotherapeutische Leistung mit entsprechendem Aufwand – und damit kostenpflichtig.

Was zahlt die gesetzliche Krankenkasse?

Grundsätzlich übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die ADHS-Diagnostik bei Erwachsenen – allerdings nur bei Fachärzt:innen oder Therapeut:innen mit Kassenzulassung. Der große Nachteil sind die Wartezeiten von 6 bis 12 Monaten, teils noch länger. Für viele Betroffene, die endlich Klarheit suchen, ist das eine erhebliche Belastung.

Privatpraxis und Online-Diagnostik

Privatpraxen und spezialisierte Online-Anbieter rechnen als Selbstzahlerleistung direkt mit Ihnen ab. Der Vorteil: deutlich kürzere Wartezeiten, oft nur ein bis zwei Wochen bis zum Erstgespräch. Bei Diagnostik+ kostet die Online-Diagnostik 499 €, die Diagnostik vor Ort in Berlin 549 €. Darin enthalten sind die Anamnese, das strukturierte Interview (DIVA-5) und das Befundgespräch.

Erstattung durch private Versicherungen

Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten Diagnostik-Honorare häufig – ganz oder teilweise. Voraussetzung ist meist eine GOÄ-konforme Rechnung, die seriöse Anbieter auf Wunsch ausstellen. Klären Sie die Kostenübernahme am besten vorab mit Ihrer Versicherung.

Lohnt sich die Investition?

Eine Diagnose ist Voraussetzung für Medikation, Psychotherapie, Coaching und Nachteilsausgleiche in Studium und Beruf. Sie ermöglicht außerdem den Zugang zu Unterstützungsleistungen – welche das im Detail sind, lesen Sie im Beitrag zu Schwerbehinderung und Nachteilsausgleich. Vor allem aber bringt sie Klarheit: Viele Betroffene erleben den Moment der Diagnose als entlastend.

Folgekosten nach der Diagnose

Nach der Diagnostik fallen je nach Behandlungsweg weitere Kosten an. Eine medikamentöse Behandlung erfolgt in der Regel über niedergelassene Psychiater:innen und wird von der gesetzlichen Kasse getragen. Coaching ist meist Selbstzahlerleistung (80–150 € pro Sitzung), Psychotherapie bei Kassenzulassung erstattungsfähig.

Bereit für Klarheit ohne monatelange Wartezeit? Starten Sie mit dem kostenlosen Screening.

Häufige Fragen

Wie viel kostet ein ADHS-Test?

Ein kostenloser Online-Selbsttest gibt erste Hinweise. Eine vollständige, leitliniengerechte ADHS-Diagnostik ist eine ärztliche bzw. psychotherapeutische Leistung. Bei Diagnostik+ kostet die Online-Diagnostik 499 €, die Diagnostik vor Ort in Berlin 549 € – inklusive Anamnese, strukturiertem Interview (DIVA-5) und Befundgespräch.

Wird ein ADHS-Test von der Krankenkasse bezahlt?

Grundsätzlich ja: Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die ADHS-Diagnostik bei Erwachsenen über Fachärzt:innen oder Therapeut:innen mit Kassenzulassung – allerdings mit Wartezeiten von 6–12 Monaten. Diagnostik+ rechnet als Privatpraxis direkt mit dir ab; eine Erstattung über private Krankenversicherungen oder Beihilfe ist häufig möglich. Auf Wunsch erhältst du eine GOÄ-konforme Rechnung.

Lohnt es sich, eine ADHS-Diagnose zu erhalten?

Ja. Eine offizielle Diagnose öffnet Zugang zu Medikation, Psychotherapie und Coaching, ermöglicht Nachteilsausgleich in Studium und Beruf (z. B. längere Prüfungszeiten) und ist Voraussetzung für viele Unterstützungsleistungen. Vor allem aber bringt sie Klarheit: Viele Betroffene beschreiben den Moment der Diagnose als befreiend.

Brauche ich für eine medikamentöse Behandlung eine Diagnose von Diagnostik+?

Eine fundierte Diagnose ist Voraussetzung, damit ein Psychiater eine medikamentöse Behandlung verantwortungsvoll einleiten kann. Unser Befundbericht wird von Psychiater:innen anerkannt und beschleunigt die weitere Behandlung erheblich.