Muss ich für die Anamnese alte Schulzeugnisse oder Befunde mitbringen?
Es hilft, ist aber nicht zwingend. Wenn du Schulzeugnisse, ärztliche Berichte oder frühere psychologische Untersuchungen verfügbar hast, bring sie gerne mit – sie können retrospektive Hinweise auf Kindheitssymptome liefern. Falls nicht, arbeiten wir mit deinen Erinnerungen und ggf. Aussagen von Bezugspersonen.
Kann ich beim Diagnostiktermin von einer Person begleitet werden?
Ja, das ist sogar ausdrücklich erwünscht. Eine vertraute Person – Partner:in, Elternteil oder Freund:in – kann ergänzende Beobachtungen einbringen. Der Fremdbeurteilungsfragebogen wird oft von einer Person ausgefüllt, die dich seit längerem kennt.
Wie zuverlässig ist eine ADHS-Diagnose im Erwachsenenalter überhaupt?
Sehr zuverlässig, wenn der Diagnostikprozess strukturiert verläuft. Studien zeigen für die DIVA-5 eine Test-Retest-Reliabilität von > 0,85 und gute Übereinstimmung zwischen unabhängigen Diagnostikern. Wichtig: Die Diagnose stützt sich auf Symptome, die seit der Kindheit bestehen – ADHS entwickelt sich nicht im Erwachsenenalter neu.
Was passiert, wenn die Diagnostik kein ADHS ergibt?
Auch ein „kein ADHS" ist ein wertvolles Ergebnis. Wir besprechen alternative Erklärungen für deine Beschwerden – häufig handelt es sich um Burnout, anhaltende Depression, Angststörung oder Schlafstörung – und geben Empfehlungen, an wen du dich am besten wenden kannst.
Wo erhält man am besten eine ADHS-Diagnose?
Eine fundierte ADHS-Diagnose erhältst du bei spezialisierten Fachärzt:innen für Psychiatrie, klinischen Psycholog:innen oder Psychotherapeut:innen mit ADHS-Schwerpunkt. Entscheidend sind leitliniengerechte Verfahren (z. B. DIVA-5), ausreichend Zeit für Anamnese und Interview sowie ein schriftlicher Befundbericht. Diagnostik Plus erfüllt diesen Standard – online deutschlandweit oder vor Ort in Berlin.
Kann ein Hausarzt ADHS testen?
Nein. Hausärzt:innen können Hinweise auf eine mögliche ADHS erkennen und Überweisungen ausstellen, dürfen die Diagnose aber nicht selbst stellen. Eine leitliniengerechte ADHS-Diagnostik erfordert spezialisierte Fachpersonen: Fachärzt:innen für Psychiatrie, klinische Psycholog:innen oder Psychotherapeut:innen mit entsprechender Ausbildung.
In welchem Alter sollte man ADHS testen?
Eine zuverlässige ADHS-Diagnostik ist ab dem Vorschulalter (etwa 5–6 Jahre) möglich. Bei Erwachsenen gibt es kein Alterslimit – viele Betroffene erhalten die Diagnose erst mit 30, 40 oder später. Wichtig ist nicht das aktuelle Alter, sondern dass Symptome bereits in der Kindheit bestanden haben (vor dem 12. Lebensjahr).
Ist es schwer, mit ADHS diagnostiziert zu werden?
Die Diagnose ist nicht schwer im eigentlichen Sinn, aber sie braucht Zeit und Fachwissen. Bei Erwachsenen ist die Abklärung aufwendiger, weil Symptome oft maskiert sind und mit Depression, Angststörungen oder Burnout verwechselt werden können. Eine vollständige Diagnostik umfasst Anamnese, strukturiertes Interview und Selbst- bzw. Fremdeinschätzungen – bei Diagnostik Plus innerhalb weniger Wochen statt monatelanger Wartezeiten.