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Diagnoseprozess

Orientierung, Struktur, Transparenz

Jeder Schritt ist nachvollziehbar dokumentiert und zeitlich flexibel planbar. Wir arbeiten eng mit dir zusammen und achten darauf, Überforderung zu vermeiden.

Diagnoseprozess

In vier Schritten zur Diagnose

Unser Prozess ist darauf ausgelegt, dir schnell und zuverlässig Orientierung zu verschaffen. Alle Schritte sind online möglich oder vor Ort in unserer Praxis für ADHS-Diagnostik in Berlin.

  1. 1. Anamnese

    60 Minuten • Persönlich oder per Video

    Ausführliches Erstgespräch zu deiner Lebensgeschichte, aktuellen Symptomen und bisherigen Erfahrungen.

    • Kindheit, Schule, Beruf
    • Aktuelle Beschwerden
    • Familiäre Belastungen
  2. 2. Testdiagnostik

    90 Minuten • Strukturiertes Interview

    WRI-Interview und standardisierte Fragebögen zur systematischen Erfassung aller ADHS-Symptome.

    • Strukturiertes Interview
    • Fragebögen
  3. 3. Befundgespräch

    30 Minuten • Auswertung

    Wir erläutern Befunde, beantworten Fragen und stellen dir ein schriftliches Gutachten zur Verfügung. Gemeinsam planen wir nächste Schritte.

    • Diagnosestellung nach ICD-10
    • Behandlungsempfehlungen
    • Schriftliches Gutachten
  4. 4. Begleitung

    Optional

    Optional unterstützen wir dich mit weiteren Sitzungen, Gruppenangeboten und Kooperationspartner:innen zu Themen wie Medikation, Alltag und Beruf.

    • Coaching-Sitzungen
    • Gruppenangebote
    • Kooperationspartner

Hintergrund

Warum ein strukturierter Diagnostikprozess wichtig ist

ADHS bei Erwachsenen wird oft fehl- oder spät diagnostiziert, weil die Symptome sich mit anderen Erkrankungen überschneiden. Ein leitlinienkonformer Diagnostikprozess sorgt dafür, dass die Diagnose belastbar ist – als Grundlage für Therapie, Medikation oder Nachteilsausgleich.

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Welche Verfahren wir einsetzen

Wir arbeiten nach den S3-Leitlinien der DGPPN für ADHS bei Erwachsenen. Kernstück der Diagnostik ist das strukturierte klinische Interview – in der Regel die DIVA-5 (Diagnostisches Interview für ADHS bei Erwachsenen, 5. Auflage) oder ein vergleichbar validiertes Verfahren. Die DIVA-5 fragt alle 18 ADHS-Kriterien nach DSM-5 systematisch ab, sowohl für die Kindheit als auch für die aktuelle Lebenssituation. Ergänzend kommen standardisierte Selbstbeurteilungsfragebögen wie die ASRS (Adult Self-Report Scale der WHO) und die WURS (Wender Utah Rating Scale) für die retrospektive Erfassung von Kindheitssymptomen zum Einsatz. Wo nötig, ergänzen wir neuropsychologische Testverfahren zur Erfassung von Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen.

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Was eine Diagnose belastbar macht

Eine ADHS-Diagnose ist mehr als das Abhaken von Symptomen. Wir prüfen vier Kriterien gemäß ICD-10 (F90) und DSM-5: (1) Symptome bestehen seit der Kindheit – nicht erst seit kurzem. (2) Sie zeigen sich in mindestens zwei verschiedenen Lebensbereichen, etwa Beruf und Beziehungen. (3) Sie verursachen klinisch relevantes Leiden oder Funktionseinschränkungen. (4) Sie lassen sich nicht besser durch eine andere Erkrankung erklären. Genau dieser letzte Punkt – die Differenzialdiagnostik – ist kritisch und wird in vielen Praxen vernachlässigt.

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Differenzialdiagnostik: Was es sonst sein könnte

Konzentrationsprobleme, innere Unruhe und emotionale Dysregulation treten auch bei anderen Erkrankungen auf: Depressionen, Angststörungen, Autismus-Spektrum-Störungen, posttraumatische Belastungsstörung, Schlafstörungen, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Substanzgebrauch. Komorbiditäten sind bei ADHS sogar die Regel: rund 60–80 % der Erwachsenen mit ADHS haben mindestens eine zusätzliche psychische Erkrankung. Unsere Diagnostik klärt deshalb nicht nur, ob ADHS vorliegt, sondern welche weiteren Faktoren mitwirken – das macht den Unterschied zwischen einer schnellen Etikettierung und einer wirklich hilfreichen Einschätzung.

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Wie lange dauert der gesamte Prozess?

Vom ersten Erstgespräch bis zum schriftlichen Befundbericht vergehen in der Regel 3–4 Wochen. Die eigentlichen Termine umfassen rund 3 Stunden Gespräch und Testung. Bei Bedarf können wir den Prozess komprimieren – etwa wenn du für einen Antrag auf Nachteilsausgleich oder eine bevorstehende Behandlung schnell Klarheit brauchst. In unserer Praxis für ADHS-Diagnostik in Berlin-Kreuzberg vergeben wir Termine meist innerhalb von 1–2 Wochen; Online-Termine sind oft noch schneller verfügbar.

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Was Du nach der Diagnose erhältst

Du bekommst einen schriftlichen Befundbericht von 4–6 Seiten, der dein klinisches Profil, die Testergebnisse, die diagnostischen Schlussfolgerungen und konkrete Behandlungsempfehlungen dokumentiert. Dieser Bericht ist sowohl für Krankenkassen, Psychiater (für eine medikamentöse Behandlung) und Psychotherapeuten als auch für Anträge auf Nachteilsausgleich an Hochschulen, im Beruf oder bei Behörden geeignet. Auf Wunsch besprechen wir den Bericht in einem zusätzlichen Termin und planen die nächsten Schritte gemeinsam – sei es Psychotherapie, Coaching oder Verhaltensstrategien für den Alltag.

FAQ

Häufige Fragen zum Diagnoseprozess

Was du vor und während deiner ADHS-Diagnostik wissen solltest.

Muss ich für die Anamnese alte Schulzeugnisse oder Befunde mitbringen?
Es hilft, ist aber nicht zwingend. Wenn du Schulzeugnisse, ärztliche Berichte oder frühere psychologische Untersuchungen verfügbar hast, bring sie gerne mit – sie können retrospektive Hinweise auf Kindheitssymptome liefern. Falls nicht, arbeiten wir mit deinen Erinnerungen und ggf. Aussagen von Bezugspersonen.
Kann ich beim Diagnostiktermin von einer Person begleitet werden?
Ja, das ist sogar ausdrücklich erwünscht. Eine vertraute Person – Partner:in, Elternteil oder Freund:in – kann ergänzende Beobachtungen einbringen. Der Fremdbeurteilungsfragebogen wird oft von einer Person ausgefüllt, die dich seit längerem kennt.
Wie zuverlässig ist eine ADHS-Diagnose im Erwachsenenalter überhaupt?
Sehr zuverlässig, wenn der Diagnostikprozess strukturiert verläuft. Studien zeigen für die DIVA-5 eine Test-Retest-Reliabilität von > 0,85 und gute Übereinstimmung zwischen unabhängigen Diagnostikern. Wichtig: Die Diagnose stützt sich auf Symptome, die seit der Kindheit bestehen – ADHS entwickelt sich nicht im Erwachsenenalter neu.
Was passiert, wenn die Diagnostik kein ADHS ergibt?
Auch ein „kein ADHS" ist ein wertvolles Ergebnis. Wir besprechen alternative Erklärungen für deine Beschwerden – häufig handelt es sich um Burnout, anhaltende Depression, Angststörung oder Schlafstörung – und geben Empfehlungen, an wen du dich am besten wenden kannst.
Wo erhält man am besten eine ADHS-Diagnose?
Eine fundierte ADHS-Diagnose erhältst du bei spezialisierten Fachärzt:innen für Psychiatrie, klinischen Psycholog:innen oder Psychotherapeut:innen mit ADHS-Schwerpunkt. Entscheidend sind leitliniengerechte Verfahren (z. B. DIVA-5), ausreichend Zeit für Anamnese und Interview sowie ein schriftlicher Befundbericht. Diagnostik Plus erfüllt diesen Standard – online deutschlandweit oder vor Ort in Berlin.
Kann ein Hausarzt ADHS testen?
Nein. Hausärzt:innen können Hinweise auf eine mögliche ADHS erkennen und Überweisungen ausstellen, dürfen die Diagnose aber nicht selbst stellen. Eine leitliniengerechte ADHS-Diagnostik erfordert spezialisierte Fachpersonen: Fachärzt:innen für Psychiatrie, klinische Psycholog:innen oder Psychotherapeut:innen mit entsprechender Ausbildung.
In welchem Alter sollte man ADHS testen?
Eine zuverlässige ADHS-Diagnostik ist ab dem Vorschulalter (etwa 5–6 Jahre) möglich. Bei Erwachsenen gibt es kein Alterslimit – viele Betroffene erhalten die Diagnose erst mit 30, 40 oder später. Wichtig ist nicht das aktuelle Alter, sondern dass Symptome bereits in der Kindheit bestanden haben (vor dem 12. Lebensjahr).
Ist es schwer, mit ADHS diagnostiziert zu werden?
Die Diagnose ist nicht schwer im eigentlichen Sinn, aber sie braucht Zeit und Fachwissen. Bei Erwachsenen ist die Abklärung aufwendiger, weil Symptome oft maskiert sind und mit Depression, Angststörungen oder Burnout verwechselt werden können. Eine vollständige Diagnostik umfasst Anamnese, strukturiertes Interview und Selbst- bzw. Fremdeinschätzungen – bei Diagnostik Plus innerhalb weniger Wochen statt monatelanger Wartezeiten.

Wissenschaftliche Quellen

DIVA-5
Diagnostisches Interview für ADHS bei Erwachsenen, 5. Auflage – das von der DGPPN-Leitlinie empfohlene strukturierte Interview.
DGPPN S3-Leitlinie
Aktuelle deutsche Leitlinie zur ADHS-Diagnostik und -Behandlung im Erwachsenenalter (AWMF-Register 028-045).
DSM-5
American Psychiatric Association: Diagnostische Kriterien für die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung.
Eine Person, die Orientierung und Unterstützung sucht

Der Prozess ist klar?

Starte jetzt deinen Weg zu mehr Orientierung.

Du kennst nun die Schritte. Beginne mit unserem Online-Test oder buche direkt ein kostenloses Erstgespräch, um deine Fragen zu klären.

  1. 01

    Unverbindlicher Online-Test

  2. 02

    Kostenloses 30-minütiges Erstgespräch

  3. 03

    Schnelle und transparente Kommunikation

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